Facebook mischt sich in Politik ein: Alle Konten des Militärs auf Myanmar gesperrt

Naypyidaw. Nachdem mit dem demonstrativen „De-Platforming“ des früheren amtierenden US-Präsidenten Donald Trump offenbar ein Exempel statuiert wurde, kennt der Facebook-Konzern jetzt offenbar kein Halten mehr und mischt sich ohne Zurückhaltung weiter in politische Angelegenheiten ein. Jetzt sperrte Facebook sämtliche Konten des Militärs in Myanmar. Auch in diesem Fall ergreift der Konzern ungeniert Partei und begründete die Maßnahme mit dem Einsatz von Gewalt gegen Demonstranten. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Die Sperre gelte für das Militär und von den Streitkräften kontrollierte Organisationen auf Facebook und Instagram. Wörtlich erklärte Facebook: „Wir glauben, daß die Risiken, die Tatmadaw auf Facebook und Instagram zuzulassen, zu groß sind.“ Tatmadaw ist die Bezeichnung für die myanmarischen Streitkräfte.

Die Armee hatte zuletzt versucht, die seit mehr als zwei Wochen andauernden Protest in dem südostasiatischen Land niederzuschlagen. (mü)

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