Ex-US-Senator über den Ukraine-Krieg: „Egal, wie viele Ukrainer sterben – wir wollen gewinnen“

Ex-US-Senator über den Ukraine-Krieg: „Egal, wie viele Ukrainer sterben – wir wollen gewinnen“

Ashburn/Virginia. Ein bemerkenswertes Eingeständnis: der frühere US-Senator und Ex-Offizier Richard Black erklärte jetzt in einer Videobotschaft freimütig, daß die Entscheidung über Krieg und Frieden im Ukraine-Krieg einzig und allein in Washington liege – und daß die USA den Krieg erforderlichenfalls fortsetzen würden, „bis der letzte Ukrainer stirbt“. Was den Kriegsausbruch im Februar angeht, spricht der-US-Politiker die russische Seite von jeder Schuld frei – Kremlchef Putin sei zur Intervention gezwungen gewesen.

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Wörtlich sagte Black in seinem Video, das derzeit für viel Aufsehen in den sozialen Netzwerken sorgt: „Es ist uns egal, wie viele Ukrainer sterben. Wie viele Frauen, Kinder, Zivilisten, Soldaten sterben werden. Es ist wie ein wichtiges Fußballspiel, und wir wollen gewinnen.“

Die Schuld am Beginn des Krieges liegt laut dem ehemaligen US-Marine Black auch nicht bei Moskau. Dafür sprächen schon die Kräfteverhältnisse – während normalerweise von einer erforderlichen 3:1-Überlegenheit des Angreifers auszugehen sei, hätten die russischen Streitkräfte ihren Angriff mit rund 160.000 Mann begonnen, während die Ukrainer über 250.000 Mann verfügten. Black schließt daraus: Putin war zum Angriff gezwungen, um die Ukraine daran zu hindern, den Donbass anzugreifen – nichts anderes behauptete Kremlchef Putin auch selbst immer wieder.

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Der Ex-Senator macht auch auf den Umstand aufmerksam, daß die russische Seite nach wie vor relativ schonend agiere und zum Beispiel die Wasserversorgung der Ukrainer nicht zerstöre. Grund dafür sei, daß man in Moskau noch immer auf eine friedliche Beilegung des Konflikts hoffe. Black glaubt das unter anderem an einer Detailbeobachtung festmachen zu können: „Im Gegensatz zu den amerikanischen Panzern in Vietnam hielten die Russen in den ersten Tagen der Invasion vor friedlichen Menschenmengen. In einer solchen Situation würden wir sie einfach zerquetschen, ohne auch nur einen Warnschuß abzugeben.“ Black weiß, wovon er spricht – er nahm als US-Marine im Vietnamkrieg an 269 Hubschraubermissionen teil und wurde mit dem Purple Heart ausgezeichnet.

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Was das Ende des Krieges angeht, schenkt Black seinen Zuschauern reinen Wein ein. Er stellt klar, daß die alleinige Entscheidung über Krieg und Frieden in der Ukraine in Washington getroffen werde. Aber: „So lange wir diesen Krieg fortsetzen wollen, werden wir kämpfen, bis der letzte Ukrainer stirbt.“ (mü)

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