Ex-Kanzler Schröder warnt Ampel-Regierung: „Am grünen Wesen soll die Welt genesen“ funktioniert nicht
Berlin. Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat der künftigen Ampel-Bundesregierung dringend ans Herz gelegt, in ihrer Außenpolitik rhetorisch abzurüsten – vor allem die künftige Grünen-Außenministerin Baerbock hatte noch vor ihrem Amtsantritt bereits kräftig diplomatisches Porzellan zerschlagen. Konkret mahnte Schröder einen sensibleren Umgang mit wichtigen Partnern wie China und Rußland an und rät vor einem Kurswechsel in der Außenpolitik ab. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Er könne schon jetzt vorhersagen, daß ein Auftritt nach dem Motto „Am grünen Wesen soll die Welt genesen“ in anderen Ländern definitiv nicht funktionieren werde, sagte Schröder. „Wenn man mit China Weltklimapolitik machen will, kann man das Land nicht jeden zweiten Tag – aus welchen Gründen auch immer – in den Senkel stellen“, erklärte der Altkanzler.
Das bedeute nicht, daß Deutschland eigene Wertvorstellungen preisgeben dürfe, betonte Schröder. Man solle aber auch nicht hochnäsig dozierend daherkommen und politisch die Isolierung dieser Staaten anstreben. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
„Aus einem ganz simplen Grund: So erreichen wir rein gar nichts. China und Rußland sind ständige Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates, die kann man nicht isolieren. Eine moralisierende Außenpolitik wird nichts bewirken“, so Schröder. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Deshalb sei auch die künftige Regierung gut beraten, das zu machen, was alle ihre Vorgänger getan hätten, sagte er mit Blick auf die deutsche Chinapolitik. Man solle ein gutes Verhältnis zu diesem auch ökonomisch und politisch wichtigen Land pflegen, meinte Schröder. „Das gilt auch für die Beziehungen zu Rußland, der Türkei und Saudi-Arabien.“ (mü)
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