Ex-Frontex-Chef Leggeri: „Die EU-Kommission hat Frontex gekapert“
Menton. Fabrice Leggeri, langjähriger Chef der EU-Grenzschutzagentur Frontex, machte erst kürzlich mit seiner Ankündigung Schlagzeilen, daß er zur Europawahl auf der Liste des Rassemblement National (vormals Front National) kandidieren werde. Jetzt hatte er seinen ersten öffentlichen Auftritt als frischgebackener Listenkandidat und sprach Klartext.
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Bei einer Veranstaltung zusammen mit Listenführer Jordan Bardella im südfranzösischen Menton erklärte Leggeri: „Ich trete der Liste von Jordan Bardella bei, weil ich möchte, daß Frankreich und Europa die Kontrolle über ihre Grenzen zurückgewinnen.“ Frontex sei „von der Europäischen Kommission gekapert worden“. „Wir müssen esie wieder zu ihrer Rolle als Grenzschutzbehörde zurückführen“, so Leggeri.
Bardella, der derzeit Interimsvorsitzender des Rassemblement National ist, unterstrich ebenfalls, daß „Frontex wieder auf eine Mission zum Schutz unserer Grenzen und unserer Zivilisation ausgerichtet werden muß, so wie Fabrice Leggeri es tun wollte“. Das europäische Recht verbiete es Frankreich derzeit nachgerade, „die illegale Einwanderung an seinen Grenzen zu bekämpfen und die Franzosen zu schützen“.
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In einem Interview der Wochenzeitung „Le Journal du Dimanche“ legte Leggeri nach und erklärte, der Migrations- und Asylpakt der EU habe es der Europäischen Kommission ermöglicht, „den Zustrom von Migranten zu ermutigen“. (mü)
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