Ex-Friedensnobelpreisträger Walesa: Rußland auf „weniger als 50 Millionen Einwohner“ reduzieren

Ex-Friedensnobelpreisträger Walesa: Rußland auf „weniger als 50 Millionen Einwohner“ reduzieren

Warschau. Der frühere polnische Gewerkschaftsführer und Ex-Präsident Lech Walesa hat eine eigenwillige Vorstellung vom Frieden – er möchte Rußland am liebsten dauerhaft schädigen und kleinhalten. Das bekannte der heute 78jährige jetzt in einem Interview des französischen Senders LCI. Wörtlich: „Selbst wenn die Ukraine diesen Krieg gewinnen wird, werden wir in fünf Jahren dasselbe haben, in zehn Jahren wird ein weiterer Putin auftauchen.“

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Um dieses Szenario zu vermeiden, „müssen wir heute diesen Wechsel des politischen Systems erzwingen oder sonst einen Aufstand der Völker organisieren“, schlägt der ehemalige polnische Präsident vor. Und dann kommt es knüppelhart: „Rußland muß auf weniger als 50 Millionen Einwohner reduziert werden.” Alle Völker, die von Rußland annektiert worden sind, müßten sich abspalten.

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Walesa, der 1983 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, ist mit solchen Radikallösungen rasch zur Hand. Schon 1990 drohte er auch den Deutschen, die damals gerade mit ihrer Wiedervereinigung beschäftigt waren, in einem Interview der niederländischen Wochenzeitung „Elsevier“ kaum verklausuliert ihre Auslöschung an.

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Walesa damals wörtlich: „Wenn Deutschland noch einmal Europa destabilisiert, dann wird Deutschland nicht mehr geteilt, sondern von der Landkarte gefegt werden. Ost und West haben die notwendige Technik, um dieses Verdikt auch vollstrecken zu können. Wenn Deutschland wieder anfängt, bleibt keine andere Lösung.“ Walesas Gewaltphantasien gegenüber Rußland überraschen vor diesem Hintergrund nicht. Haarsträubend sind sie trotzdem. (mü)

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