Ex-Berater Trumps fordert Distanz zur Ukraine: „Das ist nicht unser Krieg“
Washington. In der öffentlichen Diskussion in den USA wird seit Monaten dezent eine Abkehr der amerikanischen Politik vom offiziellen Pro-Ukraine-Kurs herbeiorchestriert. Dabei melden sich hochrangige Politiker, Experten und ehemalige Diplomaten wie der frühere US-Außenminister Henry Kissinger zu Wort und kritisieren den aktuellen Kurs des Weißen Hauses.
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Jetzt steuerte der frühere Berater von Ex-Präsident Donald Trump, Steve Cortes, einen weiteren Beitrag bei – in einem Gastartikel für die Zeitschrift „Newsweek“ kritisierte er die Fixierung der Außenpolitik Washingtons auf den derzeitigen ukrainischen Präsidenten Wolodymir Selenskij und die einseitige Unterstützung der Ukraine im russisch-ukrainischen Konflikt.
Cortes fährt dabei schweres Geschütz gegen Kiew auf. Selenskij, kommentiert er, zeige zunehmend sein wahres Gesicht, nämlich das eines „korrupten Autokraten“, der zudem sein eigenes Spiel gegenüber China treibe und damit den Interessen der USA in den Rücken falle. Ersteres zeige sich daran, daß in der Ukraine noch vor Beginn der russischen Intervention alle oppositionellen Medien abgeschaltet wurden und inzwischen fast alle Oppositionsparteien verboten sind.
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Die amerikanische Presse, so Cortes weiter, breche aber zunehmend das Schweigen zur Korruption, die in der Ukraine auch hinsichtlich amerikanischer Finanz- und Militärhilfen ein wichtiges Thema sei.
Als besonders fragwürdig sieht der frühere Präsidentenberater die finanzielle und militärische Hilfe für die Ukraine an – „die amerikanischen Steuerzahler leihen sich also -zig Milliarden Dollar, die ihr Land nicht hat, um dem nicht rechenschaftspflichtigen Führer eines korrupten Landes ein Vermögen zukommen zu lassen, nur um einen Krieg zu eskalieren, an dem Amerika kein vitales nationales Interesse hat“, so Cortes. Denn der Kampf „zwischen Putin und Selenskij“ betreffe kein wesentliches nationales Interesse der USA. Schlimmer noch, „Bidens Einmischung schadet Amerika und verschlimmert die Notlage des ukrainischen Volkes, das zum Spielball einer Schlacht der Schwarzmeer-Oligarchen geworden ist.“
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Amerika sollte jetzt auf Dialog, Verhandlung und Deeskalation bestehen. Wenn sich die Kriegsparteien dem verweigerten, dann sei es Zeit für einen amerikanischen Ansatz des Realismus und der Zurückhaltung, denn „dies ist einfach nicht unser Kampf, und Selenskij ist ganz sicher nicht unser Kämpfer“, schlußfolgert Cortes.
In den USA ist Cortes als TV-Moderator und politischer Kommentator bekannt, der unter anderem für CNBC und CNN arbeitete. 2016 engagierte er sich bei der Wahlkampagne Donald Trumps als Berater und Manager. Nach dem Amtsantritt Trumps kehrte er zurück in den Journalistenberuf und die Finanzwelt, blieb aber bis heute „informeller Berater“ unter anderem zu wirtschafts- und außenpolitischen Themen. (mü)
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