Es war ein Anschlag: Bahnchaos in Norddeutschland
Berlin. Spannende Stunden in Norddeutschland. Während in Berlin die AfD zu einer Großkundgebung aufgerufen hatte, stockte in weiten Teilen Norddeutschlands am Samstag der Bahnverkehr. Unbekannte hatten wichtige Kommunikationskabel der Deutschen Bahn an zwei Orten zerstört. Auch internationale Verbindungen waren betroffen.
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Wegen des Bahnchaos ermittelt inzwischen der Staatsschutz beim Berliner Landeskriminalamt. Es sei nicht auszuschließen, daß es einen politischen Hintergrund gebe, ermittelt werde aber in alle Richtungen, informierte eine Polizeisprecherin. Im aufgeheizten politischen Klima wurden zunächst auch Behauptungen laut, wonach Rußland hinter dem Defekt stecken könnte.
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Zu den möglichen Tätern gibt es bisher keine offiziellen Informationen. Daß es ein gezielter Angriff war, scheint aber mittlerweile gesichert. „Wir haben einen Tatort in Berlin-Hohenschönhausen“, sagte ein Sprecher der Bundespolizeidirektion Berlin. „Ein weiterer befindet sich in Nordrhein-Westfalen.“ Sowohl in Berlin wie in Herne in NRW seien vorsätzlich sogenannte Lichtwellenleiterkabel beschädigt worden. Auch das Backup-System sei damit ausgefallen.
Seitens des Berliner Landeskriminalamtes hieß es, daß es Hinweise auf Terrorismus oder die Beteiligung eines ausländischen Staates nicht gebe.
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In der Vergangenheit hatte es wiederholt Anschläge rund um Berlin auf das Kommunikationssystem der Bahn gegeben. Die Spuren führten häufig in die linksautonome Szene. (rk)
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