Éric Zemmour überschätzt die Deutschen: „Nicht alles durch das deutsche Prisma sehen“
Paris. Der rechte französische Präsidentschaftskandidat Éric Zemmour, der dieser Tage wegen angeblicher „Volksverhetzung“ zu einer Geldstrafe verurteilt wurde, sieht seine Landsleute im Schatten der Deutschen. „Wir haben einen Minderwertigkeitskomplex gegenüber den Deutschen“, sagte Zemmour jetzt vor der Vereinigung der Auslandskorrespondenten (APE) in Paris. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
„Wir suchen ständig die Zustimmung der Deutschen und opfern unsere Interessen dem sogenannten deutsch-französischen Paar, das nur in den Köpfen der französischen Politiker existiert“, unterstrich Zemmour.
Die Deutschen lachten darüber nur, mutmaßt der rechte Präsidentschaftskandidat. Frankreich sei durch den industriellen Niedergang geschwächt und betrachte Deutschland als Garant seiner Schulden. „Wir müssen aufhören, alles durch das Prisma der Deutschen zu sehen“, sagte er. Frankreich solle vielmehr neue Allianzen schmieden, etwa mit Italien, Ungarn oder Polen. „Es gibt nicht nur Deutschland in Europa“, sagte Zemmour. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Doch da überschätzt Zemmour die rechtsrheinischen Nachbarn vermutlich. Diese liefern mit ihrer neuen „Ampel“-Regierung gerade ein schlagendes Beispiel ihrer politischen und ökonomischen (In-)Kompetenz. (mü)
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