Erfolg für Martin Sellner: „Remigration“ ist „Unwort des Jahres“
Berlin. Das ging schnell: kaum eine Woche, nachdem im Zusammenhang mit einem angeblichen „Geheimtreffen“ mit dem Identitären-Vordenker Martin Sellner das Wort „Remigration“ seinen Weg bis in die „tagesthemen“ fand, wurde es auch schon zum „Unwort des Jahres“ gekürt – obwohl 2023 noch kaum jemand davon sprach.
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„Das Wort ist in der identitären Bewegung, in rechten Parteien sowie weiteren rechten bis rechtsextremen Gruppierungen zu einem Euphemismus für die Forderung nach Zwangsausweisung bis hin zu Massendeportationen von Menschen mit Migrationsgeschichte geworden“, wurde die Entscheidung von der Jury der „Sprachkritischen Aktion Unwort des Jahres“ begründet, die das „Unwort“ alljährlich kürt. Man kritisiere die Verwendung des Wortes, weil es im vergangenen Jahr als „rechter Kampfbegriff, beschönigende Tarnvokabel und ein die tatsächlichen Absichten verschleiernder Ausdruck gebraucht wurde“.
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Hintergrund des Wirbels um die „Remigration“ – also die Rückwanderung oder Rückführung von Ausländern – ist ein Vortrag, den der langjährige Identitären-Aktivist Martin Sellner letzte Woche in einer Villa hielt. Um ein „Geheimtreffen“, wie von den Mainstream-Medien suggeriert, handelte es sich dabei allerdings mitnichten.
Über die Publicity, die ihm und seinem politischen Anliegen die „Unwort“-Entscheidung verschafft, kann sich Sellner im übrigen nur freuen. Er bemüht sich seit langem darum, das Thema Ausländer-Remigration im öffentlichen Bewußtsein zu verankern. Das „Unwort“ kommt ihm dabei nun sehr zustatten. Sellner schrieb denn auch prompt auf Telegram: „Wie jeder seit langem weiß, ist das ‚Unwort‘, das die woke Jury kürt, eigentlich immer ‚Wort des Jahres‘. Sorgen wir dafür, daß es auch das Wort des Jahres 2024 und die Tat des Jahres 2025 wird!“ (rk)
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