Erdogan fährt schweres Geschütz auf: Netanyahu soll als Kriegsverbrecher verurteilt werden

Erdogan fährt schweres Geschütz auf: Netanyahu soll als Kriegsverbrecher verurteilt werden

Ankara/Tel Aviv. Der türkische Präsident Erdogan, der vor kurzem die Palästinenser-Organisation Hamas als Befreiungsbewegung betitelt hatte, bleibt auf Linie und fährt weiterhin scharfe Attacken gegen Israel wegen dessen militärischem Vorgehen im Gazastreifen. Die israelischen Angriffe dort bezeichnete Erdogan bereits mehrmals als „Terror“. Nun will er Israels Ministerpräsident Netanyahu wegen Kriegsverbrechen vor den Internationalen Strafgerichtshof zerren.

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Netanyahu werde wegen der andauernden Offensive im Gazastreifen als Kriegsverbrecher angeklagt, erklärte Erdogan in einer Rede vor der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC). Gleichzeitig unterstrich er abermals, der Gazastreifen sei palästinensisches Land und werde es immer bleiben.

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Erdogan warf Netanyahu, den er als „Schlächter von Gaza“ apostrophierte, expansionistische Bestrebungen vor, die nicht mit dem Gazastreifen enden würden. Das ist nicht ganz unbegründet, denn Netanyahu hatte noch wenige Wochen vor dem Angriff der Hamas am 7. Oktober in einer Rede vor der UNO eine Landkarte des „neuen Nahen Ostens“ präsentiert, die Israel unter Einschluß der Palästinensergebiete und der seit 1967 annektierten Golanhöhen zeigte. Außerdem wird in Geheimdienst- und Regierungskreisen relativ unverhohlen darüber diskutiert, Gaza jetzt zu „entvölkern“ und die Bevölkerung zum Beispiel nach Ägypten abzuschieben. (mü)

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