Entscheidung zur Schwulen-Segnung: Österreichische Pfarrer-Initiative rebelliert gegen Rom

Wien. Nachdem der Vatikan kürzlich in einer Lehrentscheidung ausdrücklich festgestellt hat, daß die kirchliche Segnung homosexueller Paare nicht „erlaubt“ sei Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

In einer Pressemitteilung der Initiative heißt es dazu unter dem Titel „Aufruf zum Ungehorsam 2.0“: „Wir segnen gleichgeschlechtliche Paare auch weiterhin.“

Die vatikanische Glaubenskongregation hatte erklärt, es könne nach katholischer Lehre keine Segnung homosexueller Partnerschaften geben. Die österreichische Pfarrer-Initiative ist darüber bestürzt: „Wir Mitglieder der Pfarrer-Initiative sind zutiefst entsetzt über das neue römische Dekret, das die Segnung gleichgeschlechtlich liebender Paare untersagen will“, schreibt sie in ihrer Pressemitteilung.

Das sei ein Rückfall in Zeiten, „die wir mit Papst Franziskus als überwunden gehofft hatten. Wir werden – in Verbundenheit mit so vielen – auch in Zukunft kein liebendes Paar zurückweisen, das darum bittet, den Segen Gottes, den sie alltäglich erleben, auch gottesdienstlich zu feiern.“ Insbesondere protestiert die Initiative dagegen, daß gleichgeschlechtlich liebenden Paaren unterstellt werde, nicht Teil des göttlichen Plans zu sein: „Hier wird versucht, die Schöpfungswirklichkeit mit dogmatisierenden Anmaßungen zu untergraben.“ Das Schreiben der Glaubenskongregation stoße vielen Christen vor den Kopf und diskreditiere „die befreiende Botschaft Jesu“. (mü)

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