Einmal Union, immer Union: Gauland will keine Zerstörung der CDU

Einmal Union, immer Union: Gauland will keine Zerstörung der CDU
Wikimedia/Olaf Kosinsky/CC BY-SA 3.0 de (Bildformat bearb.)

Berlin/Zürich. AfD-Urgestein Alexander Gauland, der 40 Jahre lang Mitglied der CDU war, hat Forderungen aus seiner Partei widersprochen, auf ein Ende der CDU hinzuarbeiten. „Ich bin jedenfalls ganz gegen den Versuch, die CDU zu zerstören“, sagte er im Podcast „Machtspiel“ der „Neuen Zürcher Zeitung“ (NZZ) und der „Brost-Stiftung“.

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„Ja, da hat es mal eine Bemerkung gegeben, nicht von mir, aber von anderen, das halte ich für falsch“, sagte Gauland. Auf die Nachfrage, warum, sagte er: „Weil das kein Weg ist. Wir wollen eine andere Politik, wir wollen keinen anderen Staat“.

Gauland gehörte der CDU von 1973 bis 2013 an und war mit ihrem Parteibuch unter anderem Staatssekretär in Hessen. 2013 gründete er mit dem Ökonomieprofessor Bernd Lucke und dem Journalisten Konrad Adam (beide ebenfalls frühere CDU-Mitglieder) wegen der Euro-Rettungspolitik von Kanzlerin Angela Merkel die AfD.

Mit der Forderung, die CDU zerstören zu wollen, sorgte unter anderem der AfD-Bundestagsabgeordnete Maximilian Krah für Schlagzeilen. Im YouTube-Format „Jung & Naiv“ hatte er gesagt: „Weil wir einen Wandel in Deutschland nur hinbekommen, wenn die CDU in ihrer heutigen Form nicht mehr da ist“. Christdemokratische Parteien griffen rechts Wähler ab, machten in der Praxis dann aber linke Politik, begründete Krah seinen Position. Recht gibt ihm das italienische Beispiel – auch dort war erst nach dem Debakel der Democrazia Cristiana (CD) in den neunziger Jahren der Weg für den Rechtspopulismus Silvio Berlusconis frei geworden. (rk)

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