Eine Insel wird von Migranten überrollt: Chaotische Zustände auf Lampedusa
Lampedusa. Am Illegalen-Hotspot Lampedusa regt sich wegen der neuerlichen Zuwanderer-Lawine der Volkszorn: Bürger haben am Montag einen Sitzstreik am Hafen organisiert, um gegen die fortwährenden Migrantenankünfte zu protestieren. Sie forderten einen sofortigen Einwanderungsstopp. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Allein in der Nacht auf Montag trafen wieder 114 Migranten an Bord von zwei Booten in Lampedusa ein. Die Migranten wurden in ein Flüchtlingslager gebracht, in dem sich bereits 650 Personen befanden. Der Hotspot verfügt über lediglich 95 Plätze. Am Sonntagabend waren bereits 520 Migranten in andere Einrichtungen auf Sizilien gebracht worden.
180 Migranten, die sich in einem Flüchtlingslager in der sizilianischen Stadt Caltanissetta in eine zweiwöchigen Quarantäne begeben mußten, sind unterdessen einfach geflüchtet. In dem Flüchtlingslager befanden sich circa 350 Migranten.
Dutzende Polizisten begaben sich auf die Suche nach den Asylanten, 120 von ihnen wurden inzwischen lokalisiert. Sie müssen zurück in die Quarantäne. Der Bürgermeister von Caltanissetta, Roberto Gambino, rief die italienische Regierung auf, keine Migranten mehr in die Stadt zu entsenden. „So kann es nicht weitergehen. Die Sicherheitsbedingungen sind in der Flüchtlingseinrichtung unangemessen“, warnte der Bürgermeister.
Aus einer Halle im Hafen der sizilianischen Stadt Porto Empedocle brachen ebenfalls Migranten aus. Etwa 100 waren dort nach ihrer Ankunft aus Lampedusa untergebracht worden. (mü)
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