Einbürgerungen 2020: Rumänen und Syrer legen kräftig zu
Wiesbaden. An der bundesdeutschen Einbürgerungsfront machen sich interessante Veränderungen bemerkbar. Nach den Brexit-bedingten Wegfall vieler britischer Einbürgerungen stellten 2020 erstmals Rumänen mit 5900 Einbürgerungen die größte europäische Gruppe. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervor. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Von außerhalb der EU wurden wie in den Vorjahren am häufigsten türkische Staatsangehörige eingebürgert. Allerdings gab es auch hier einen deutlichen Rückgang um mehr als ein Viertel von 16.200 auf 11.600. Und: „Syrische Staatsangehörige stellten erstmals die zweitgrößte Gruppe unter den Eingebürgerten“, teilte das Statistische Bundesamt mit.
Entgegen dem allgemeinen Trend stieg ihre Zahl um knapp drei Viertel von 3.900 auf 6.700. Weiter heißt es seitens der Behörde: „Für die kommenden Jahre ist zu erwarten, daß die Zahl weiter ansteigt, wenn immer mehr der zwischen 2014 und 2016 eingereisten syrischen Schutzsuchenden die Voraussetzungen für eine Einbürgerung erfüllen.“ An eine Rückkehr in ihre Heimat, die inzwischen zu weiten Teilen wieder befriedet ist und auf jede helfende Hand beim Wiederaufbau angewiesen ist, denken viele der Merkel-Gäste ersichtlich nicht. (rk)
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