Ein Sieg der Gehirnwäsche: Berliner Mohrenstraße wird umbenannt

Ein Sieg der Gehirnwäsche: Berliner Mohrenstraße wird umbenannt
Wikimedia/Stephan Windmüller/

Berlin. Nach jahrelangem Rechtsstreit hat das Berliner Oberverwaltungsgericht grünes Licht für die Umbenennung der Mohrenstraße gegeben. Damit setzt der Bezirk Mitte einen bereits im August 2020 gefaßten Beschluß um, der den als „diskriminierend“ diffamierten Straßennamen tilgen und durch eine Ehrung des –völlig unbekannten – schwarzen Philosophen Anton Wilhelm Amo ersetzen soll. Die Klage eines Anwohners gegen diese Entscheidung wurde endgültig abgewiesen.

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk, bekannt durch seine Forschungen zur SED-Diktatur, begrüßt die Umbenennung ausdrücklich. In seinen Augen sind Straßennamen mehr als bloße Orientierungshilfen – sie stellten vielmehr „Teil der gesellschaftlichen Erinnerungsarbeit“ dar und transportieren damit auch Werturteile. Der Begriff „Mohr“, so Kowalczuk, sei „bereits belastet und zweifellos ein rassistischer Begriff“, dessen Verwendung nicht mehr zeitgemäß sei. Kowalczuk will herausgefunden haben, daß der Terminus bereits seit dem Mittelalter negativ konnotiert war. Er sei „Anfang des 13. Jahrhunderts von Wolfram von Eschenbach im ‚Parzival‘ abwertend benutzt“ und „auch im spanischen Sprachraum von Anfang an rassistisch“ verwendet worden.

Kowalczuk zeigt wenig Verständnis für die anhaltenden Proteste gegen die Namensänderung. In seinen Augen überwiegen die Vorteile klar: „Niemand verliert etwas, wenn der Begriff verschwindet, aber es gibt ganz viel zu gewinnen.“ Zwar räumt er ein, daß die Umstellung für manche Bürger ein „zeitweiliges Ärgernis“ darstelle, doch wäre das Festhalten am alten Namen ein „dauerhaftes“ Problem.

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Den Kompromißvorschlag, „umstrittene“ Namen mit erklärenden Hinweistafeln zu versehen, lehnt der Historiker ab. Selbst bei Denkmälern funktioniere diese Strategie nicht, wie das Beispiel des Thälmann-Denkmals in Prenzlauer Berg zeige: trotz kritischer Zusatztafel werde der kommunistische Funktionär, der „Stalins Politik in Deutschland vertrat“, weiterhin unreflektiert geehrt.

Tatsächlich ist die Umbenennung der Mohrenstraße ein weiterer Sieg linksgrüner Umerzieher, die allein in Berlin schon hunderte weiterer Straßennahmen im Visier haben. Nach dem „Mohren“ haben sie es jetzt vor allem Straßennamen aus der preußischen Militärgeschichte abgesehen. (rk)

CC BY-SA 3.0

Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!

Folgen Sie ZUERST! auch auf Telegram: https://t.me/s/deutschesnachrichtenmagazin

Kommentare