Ein Beitrag zur Qualität: ZDF fährt Böhmermann-Programm drastisch zurück

Ein Beitrag zur Qualität: ZDF fährt Böhmermann-Programm drastisch zurück

Mainz. Erstmals seit Jahrzehnten bekommen die linkslastigen GEZ-Medien in Deutschland Gegenwind zu spüren: immer mehr Zuschauer sind nicht mehr bereit, sich die tägliche Indoktrination gefallen zu lassen. Nun wird beim ZDF das Sendevolumen für Jan Böhmermanns Format „ZDF Magazin Royale“ deutlich reduziert. Wie der „Stern“ unter Berufung auf interne Kreise berichtet, soll die Anzahl der jährlichen Ausgaben von bisher 33 auf künftig nur noch 20 Folgen gesenkt werden.

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Das ZDF trifft diese Entscheidung, obwohl die Sendung, gemessen an den sonstigen Quoten des Senders, nach wie vor vergleichsweise gute Werte, insbesondere bei der jüngeren Zielgruppe, erzielt. Mitte September erreichte das „ZDF Magazin Royale“ 19,3 Prozent. Allerdings hat auch Böhmermanns Format innerhalb weniger Jahre etwa die Hälfte seiner Zuschauer unter 50 Jahren eingebüßt.

Hintergrund für die deutliche Kürzung könnten die wiederholten politischen Eskapaden des Moderators sein. Im Mai 2024 hatte Böhmermann die persönlichen Daten des rechten YouTubers „Clownswelt“ veröffentlicht, darunter dessen Vornamen, und sich damit angreifbar gemacht. Zudem beteiligte er sich an der internen Kampagne des öffentich-rechtlichen NDR gegen die konservative Journalistin Julia Ruhs und ihre Sendung „Klar“: im „Magazin Royale“ zog er einen indirekten Vergleich zwischen ihrer Arbeit und einer Vergewaltigung.

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Besonders folgenschwer war die Rolle Böhmermanns im Fall des „Querdenken“-Gründers Michael Ballweg. Durch die Kommunikation zwischen Böhmermanns Rechercheteam und den Stuttgarter Finanzbehörden wurden Ermittlungen in Gang gesetzt, die der Moderator mit einer Sendung, die nahezu vollständig aus Unterstellungen und einer beispiellosen Verdachtsberichterstattung bestand, massiv befeuerte. Ballweg saß daraufhin mehrere Monate in Untersuchungshaft. Das Verfahren endete jedoch in einem nahezu vollständigen Freispruch; lediglich wegen falsch versteuerter Gegenstände im minimalen Wert von rund 19 Euro wurde er verurteilt.

Weder Böhmermann noch das ZDF sahen sich veranlaßt, nach diesem juristisch-journalistischen Debakel Fehler in der Berichterstattung einzuräumen. Die nun beschlossene Reduzierung der Sendezeit könnte als späte, indirekte Reaktion des Senders auf diese Vorkommnisse gewertet werden – und auf die unmißverständische Abwanderung der Zuschauer. (rk)

Image by meineresterampe from Pixabay/Gemeinfrei

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