Duda warnt vor Unterschätzung Rußlands: „Putin hat noch keinen Krieg verloren“

Duda warnt vor Unterschätzung Rußlands: „Putin hat  noch keinen Krieg verloren“

Warschau. Gemessen an den üblichen polnischen Maßstäben, hat sich der polnische Ministerpräsident Duda jetzt mit bemerkenswertem Realitätssinn zum Stand des Ukraine-Krieges zu Wort gemeldet. In einem Interview des „Wall Street Journal“ warnte er davor, Rußland zu unterschätzen. Der russische Präsident Wladimir Putin habe den Ukraine-Krieg noch nicht verloren. Es könne sein, daß Putin auf einen bestimmten Zeitpunkt warte, um den Spieß zu seinen Gunsten dann umzudrehen, so Duda.

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Damit bestätigt der polnische Regierungschef Aussagen von Bruno Kahl, Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND). Dieser hatte unlängst erklärt, sein Amt könne bislang keine Risse im „System Putin“ erkennen. „Rußland ist nach wie vor in der Lage, einen Krieg auf der langen Distanz gesehen zu führen“ – mit immer wieder neu rekrutierten Soldaten, so Kahl. Dies gelte auch für die Bereiche Rüstung und Munition. Insofern sei von Schwachheit oder davon, daß die Aktivitäten zusammenbrechen könnten, nicht zu reden.

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„Putin hat noch keinen Krieg verloren. Ich hoffe, daß er verlieren wird. In der Zwischenzeit haben wir eine Situation, in der die russische Dampfwalze die Ukraine zermalmt und jeden Tag Hunderte Menschen an der Front sterben“, ließ Duda seine amerikanischen Gesprächspartner wissen. „Es gibt mehr als 100 Millionen Russen und weniger als 40 Millionen Ukrainer. Allein dieser Unterschied zeigt, wer hier im Vorteil ist.“ Und weiter: „Warum soll man darüber lachen, daß Rußland Panzer aus den 1960er-Jahren einsetzt? Jeder Panzer wiegt 50 bis 60 Tonnen. Wenn er sich bewegt, zerschmettert er, egal, ob er modern ist“, so Duda. (mü)

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