Douglas MacGregor: „Die Ukraine ist völlig erschöpft“
New York/Budapest. Der amerikanische Ex-Offizier, Buchautor und Politikwissenschaftler Douglas MacGregor hat jetzt in einem Interview der konservativen ungarischen Zeitung „Magyar nemzet“ eine ernüchternde Prognose zum weiteren Kriegsverlauf in der Ukraine abgegeben.
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Auf die Frage, ob von den ukrainischen Streitkräften nach dem Scheitern der „Gegenoffensive“ noch eine weitere Initiative auf dem Schlachtfeld zu erwarten sei, sagte MacGregor: „Die ukrainische Armee ist völlig erschöpft. Die Ukrainer können eigentlich nur noch kleinere, begrenzte Angriffe zur Illusion von Gewalt aufrechterhalten.“
Auch die Effekte der inzwischen in der Ukraine angekommenen ersten amerikanischen „Abrams“-Panzer hält der amerikanische Militär für überschaubar. Man könne „nicht einfach Armeen im Krieg aufbauen. Dies ist ein Prozeß, der seit vielen Jahren im Gange ist, auch in Bezug auf die Humanressourcen, die militärische Ausrüstung, die Modernisierung und die Ausbildung. Die Erwartungen an einen Erfolg auf dem Schlachtfeld in der Ukraine waren nie realistisch. Zudem paßt die NATO-Ausbildung nicht zur Kriegführung in der Ostukraine.“
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Inzwischen sei im Westen, insbesondere auch in den USA, eine verbreitete „Ukraine-Müdigkeit“ zu beobachten. Er sei überzeugt davon, daß der ukrainische Präsident Selenskyj im verborgenen längst seinen Abgang plane. Gleichzeitig habe sich der Krieg auch für die USA als Faß ohne Boden erwiesen – was den Druck auf die Biden-Regierung erhöhe. MacGregor: „Ein möglicher Bankrott und eine schuldengetriebene Inflation sowie Frustration über die schädliche Politik der Biden-Regierung sprechen für ein Ende des Konflikts in der Ukraine, ähnlich dem Vietnam-Modell. Gleichzeitig ist es naiv zu glauben, daß die Vernunft in Washington siegen wird.“ (mü)
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