Doppelmord im Regionalexpreß: Der Messerstecher hätte abgeschoben werden können
Berlin. Die beiden Toten im Regionalzug zwischen Kiel und Hamburg Ende Januar bringen das Bundesinnenministerium in Erklärungsnot. Denn: der 33jährige Täter, der staatenlose Palästinenser Ibrahim A., hatte ein Dutzend Vorstrafen – er hätte abgeschoben werden können. Vermutlich ein Fehler, räumte Ressortchefin Faeser (SPD) jetzt ein. Ein Fehler, der zwei Menschen das Leben kostete...
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„Wir haben versucht, an ihn ranzukommen, und hätten wir gewußt, daß er in U-Haft sitzt, hätten wir ihn anhören und dann abschieben können“, sagte die Ministerin und gibt zu: „Wir wissen inzwischen, daß es eine Fehlinformation gab.“
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Den Angehörigen der beiden getöteten Jugendlichen hilft das wenig. Die Innenministerin erklärt, man habe schon einmal versucht, den mutmaßlichen Täter abzuschieben. „Die Schwierigkeit da schien ja, daß er staatenlos war“, sagte Faeser. Nach ihren Worten wäre erst einmal ein Prozeß mit Israel und den palästinensischen Behörden notwendig gewesen. Rückführungen in die Palästinensergebiete hat es bisher nur in ganz wenigen Fällen mit Zustimmung Israels gegeben.
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Zuvor war bekanntgeworden, daß in die Akte, die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zu Ibrahim A. anlegte, fälschlicherweise ein Ausweis aus Syrien von einer anderen Person gelangt sein soll. Daher soll das BAMF zwischenzeitlich davon ausgegangen sein, daß der Mann ein staatenloser Palästinenser aus Syrien sei. (rk)
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