Diskussion über NATO-Beitritt: Drei Viertel der Österreicher wollen Neutralität beibehalten

Diskussion über NATO-Beitritt: Drei Viertel der Österreicher wollen Neutralität beibehalten

Wien. Finnland und Schweden sind auf dem besten Weg, ihre jahrzehntelange Neutralität über Bord zu werfen und der NATO beizutreten. Auch Österreich ist laut seiner Verfassung zur „immerwährenden Neutralität“ verzichtet. Auch dort gibt es von der Regierung forcierte Überlegungen, sich von der Neutralität zu verabschieden und ebenfalls der NATO beizutreten. Doch bei der Bevölkerung kommt dieser Kurs nicht gut an. Die überwiegende Mehrheit der Österreicher spricht sich gegen einen NATO-Beitritt aus.

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Dies ergab eine Anfang dieses Monats vom Österreichischen Institut für Meinungsumfragen und Datenanalyse durchgeführte und von der Austria Presse Agentur in Auftrag gegebene Umfrage. Demnach verneinen 75 Prozent der Befragten die Frage, ob ihr Land der NATO beitreten soll. Nur 14 Prozent sprechen sich dafür aus. Von den 1.000 befragten Österreichern gaben 52 Prozent an, daß die Wiener Neutralität einen ausreichenden Schutz vor äußeren Bedrohungen bietet, während 40 Prozent diese Ansicht nicht teilen. Immerhin 83 Prozent der Befragten sprechen sich aber für eine engere Koordinierung der Sicherheits- und Verteidigungspolitik zwischen den EU-Mitgliedstaaten aus.

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Die österreichische Neutralität war 1955, zur Wiedergründung des Staates Österreich, die Voraussetzung für den Abzug der alliierten Besatzungstruppen und die Entlassung des Landes in die staatliche Souveränität. Obwohl Österreich an mehrere NATO-Staaten angrenzte, verzichtete es während des gesamten Kalten Krieges darauf, der NATO beizutreten. (mü)

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