Diesmal nicht „Z“, sondern „A wie Anton“: Buchstabieren – jetzt nazifrei

Diesmal nicht „Z“, sondern „A wie Anton“: Buchstabieren – jetzt nazifrei

Berlin. Andere Probleme hat Deutschland ja zur Zeit nicht. Deshalb wird jetzt eine neue Buchstabiertafel eingeführt, die das Deutsche Institut für Normung (DIN) in jahrelanger Arbeit – und unter penibler Ausmerzung aller vermeintlich „antisemitischen“ Anspielungen – erarbeitet hat.

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Besonders wichtig war den Buchstabier-Reformern diesmal nicht das ebenfalls in Verruf gekommene Z, sondern „A wie Anton“ und „I wie Ida“ – denn diese Buchstabierweise sollen die „Nazis“ eingeführt (und dabei vormals jüdische Merknamen ersetzt) haben. Das will der baden-württembergische Antisemitismusbeauftragte Michael Blume herausgefunden haben.

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Um alles garantiert korrekt zu machen, wird es laut der Vorschrift DIN 5009 für „Ansagen und Diktieren von Texten und Schriftzeichen“ künftig nur noch Städtenamen in der Buchstabiertafel geben. Aber auch das könnte gefährlich werden. Denn der im Dritten Reich durch „Nordpol“ ersetzte „Nathan“ wird jetzt nicht etwa rehabilitiert, sondern ausgerechnet durch „Nürnberg“ ersetzt – die Stadt der Reichsparteitage. Kritiker warnen, daß es nur eine Frage der Zeit ist, bis findige Wortklauber den neuen Fauxpas bemerken.

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Auch das DIN-Institut wittert das neue Ungemach womöglich bereits – es empfiehlt die unvollständig entnazifizierte Buchstabiertafel nur zur freiwilligen Verwendung. (rk)

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