Die Wahrheit über die „Ortskräfte“: „Selbstlosigkeit war das letzte, was diese Leute angetrieben hat“
Andernach/Frankfurt. Während sich Politik und Medien in Hilfsbereitschaft für ungezählte Tausende afghanischer „Ortskräfte“ überschlagen, die nun unbedingt nach Deutschland geholt werden müßten, sehen es diejenigen nüchterner, die aus eigener Erfahrung mitreden können. Zum Beispiel der Andernacher Bundeswehroberst a.D. Thomas Sarholz, der 2005/06 im Bundeswehrstützpunkt „Camp Warehouse“ in Kabul eingesetzt war und dort selbst mit afghanischen „Ortskräften“ zu tun hatte. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Der Ex-Oberst ist in seiner Beurteilung sehr nüchtern. In einem Leserbrief in der FAZ (Ausgabe vom 26.08.2021) berichtet er: „Selbstlosigkeit war das letzte, was diese Leute angetrieben hat, um für uns zu arbeiten.“ Vielmehr seien Entlohnung und Sachgeschenke, gemessen an afghanischen Maßstäben, fürstlich gewesen, so daß davon ganz Familien und Sippen profitieren konnten. Es habe sich für die afghanischen Hilfskräfte, die „auch wie selbstverständlich an unserer ausgezeichneten Mittagsverpflegung teil“, also zweifelsfrei „gelohnt, für uns zu arbeiten“. Bei Mitgliedern schwächerer Clans seien übrigens regelmäßig „Schutzgeldzahlungen“ fällig gewesen, so daß von den Vergütungen und Sachgeschenken der Bundeswehr auch völlig Unbeteiligte profitierten. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Darüber hinaus war die Beschäftigung einheimischer Hilfskräfte für die Bundeswehr nicht ganz ungefährlich, denn die „Ortskräfte“ waren in ihrem einheimischen Umfeld zu detaillierten Auskünften über die Bundeswehr verpflichtet. Oberst Sarholz in der „FAZ“: „Die Taliban oder ähnliche Gruppierungen waren somit bis ins Detail über unsere Zahl, Ausrüstung, gegebenenfalls sogar über unsere Absichten informiert.“
Daß nun Tausende Afghanen in die Bundesrepublik kommen wollen, verwundert den Ex-Oberst in keiner Weise: sie hätten den „Wohlstandsmagneten Deutschland“ durch die Bundeswehr zur Genüge kennengelernt und wollten möglichst auch in Zukunft von ihm profitieren. (st)
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