Die Union und die Käuflichkeit: Dritter Bundestagsabgeordneter tritt zurück

Berlin. Der Unions-Bundestagsfraktion kommen wegen Korruptions- und Bestechungsverdachts immer mehr Abgeordnete abhanden. Nachdem in den letzten Tagen im Zusammenhang mit undurchsichtigen Geschäften mit Corona-Masken bereits die beiden Parlamentarier Nikolas Löbler (CDU) und Georg Nüßlein (CSU) zurücktraten, sah sich jetzt ein dritter Mandatsträger dazu veranlaßt. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Diesmal ist der Thüringer CDU-Abgeordnete Mark Hauptmann betroffen. Er steht im Verdacht, für Lobby-Tätigkeit für Aserbaidschan Geld angenommen zu haben, das er über ganzseitige Tourismus-Anzeigen des Kaukasusstaates im „Südthüringen-Kurier“ verrechnet haben soll. Hauptmann ist Herausgeber des Blättchens und war mehrmals in Aserbaidschan.

Als Grund für seinen Rücktritt nennt Hauptmann „Anfeindungen gegenüber meiner Person“. Diese seien zu groß geworden. Auch wolle Hartmann seine Familie schützen.

Die Unionsparteien weisen unterdessen den Verdacht eines strukturellen Problems mit Politiker-Käuflichkeit strikt von sich – es handle sich um das „Fehlverhalten von einzelnen Personen“, unterstrich CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak Medienvertretern gegenüber. (tw)

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