Die Stimmung kippt: Knapp die Hälfte aller Deutschen hat genug von der Corona-Politik
Berlin. Ist das der Anfang vom Ende der Corona-Politik? Demoskopen machen einen massiven Stimmungsumschwung in der Bevölkerung aus. Laut einer Umfrage des ARD-DeutschlandTrends nimmt mittlerweile fast jeder zweite Deutsche – nämlich 49 Prozent – die Corona-Politik des Bundes und der Länder als sehr starke bzw. starke Belastung wahr. Nur noch neun Prozent der Befragten fühlen sich durch die Einschränkungen nicht belastet. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Damit hat sich das Stimmungsbild in den wenigen Wochen seit Weihnachten drastisch eingetrübt. In der Woche vor Weihnachten hatten lediglich 36 Prozent der Befragten die Einschränkungen als starke oder sehr starke Einschränkung ihres Lebens bezeichnet. Knapp zwei Drittel – nämlich 64 Prozent – gaben damals an, weniger oder überhaupt nicht belastet zu sein. Seither haben neue Verschärfungen und die Verlängerung des aktuellen „Lockdowns“ bis zum 14. Februar zu einer deutlichen Erosion des Vertrauens der Bürger geführt.
Der Ansehensverlust des Corona-Managements von Bund und Ländern hat auch mit handfesten Peinlichkeiten zu tun: so fand das unabhängige Berliner Gesundheitsforschungsinstitut IGES erst dieser Tage heraus, daß die vermeintlich aktuellen Covid-Sterbezahlen, die das Robert-Koch-Institut Tag für Tag meldet, in Wirklichkeit im Durchschnitt schon über drei Wochen (!) alt sind. Dennoch trifft die Politik auf dieser Datenbasis Entscheidungen, die die Existenz von Hunderttausenden von Selbstständigen, Gastronomen, Freiberuflern und Unternehmen gefährdet. So etwas ist wenig vertrauensfördernd. (rk)
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