Die Stimmung kippt: Immer weniger Europäer wollen sich für die Ukraine „opfern“
Brüssel. Nicht nur in Deutschland, auch europaweit kippt die Stimmung in puncto Ukraine-Unterstützung. Immer mehr Menschen erkennen die auf Europa zurollenden negativen Folgen des westlichen Ukraine-Engagements – und sind nicht bereit, die Risiken mitzutragen.
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So kommt eine „Statista“-Studie im Auftrag des Europäischen Parlaments zu einem eindeutigen Ergebnis: für den Fall steigender Energiepreise sind schon jetzt 58 Prozent aller Bürger in Europa nicht mehr bereit, die Sanktionen mitzutragen und „die Werte der EU zu verteidigen“, wie es in der Fragestellung heißt.
Bei steigenden Lebensmittelpreisen sind es sogar 59 Prozent, die „überhaupt nicht bereit“ oder „nicht sehr bereit“ sind, sich für die Ukraine „zu opfern”. Und das, obwohl viele Experten davon ausgehen, daß Inflation und Mangelwirtschaft ihren Höhepunkt noch längst nicht erreicht haben.
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Aber: schon jetzt sehen sich 40 Prozent der Europäer durch den Ukraine-Krieg und die Sanktionen in ihrem Lebensstandard beeinträchtigt. Besonders dramatisch: weitere 47 Prozent gehen davon aus, daß sie sich in Zukunft im Alltag einschränken müssen. Demgegenüber sehen nur noch magere elf Prozent keine Beeinflussung ihres Alltages.
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Auch solche Stimmungsbilder stellen nur eine Momentaufnahme dar. Dabei zeichnen sich – wie die Bauernproteste in den Niederlanden zeigen – dramatische Entwicklungen ab. Da dürfte es nicht beim statistischen Unmut bleiben. (mü)
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