Die NZZ sieht das „Ende der Brandmauern“: „Dafür kann man Frau Wagenknecht dankbar sein“
Zürich/Berlin. Beobachter sind sich einig darin, daß die jüngste Europawahl wichtige Veränderungen in der deutschen Parteienlandschaft eingeläutet hat. Zum einen, weil die bisher maßgeblichen Akteure, vor allem die „Ampel“-Parteien, kräftig zurückgestutzt wurden, während neue und bisher eher „randständige“ Akteure wie die AfD und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) wichtige Erfolge erzielen konnten. Beiden Parteien werden nun bei den bevorstehenden Landtagswahlen in drei mitteldeutschen Bundesländern weitere Erfolge zugetraut.
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Die „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ) sieht aber auch das Ende der „Brandmauer“-Diskussion gekommen. Denn der Wähler hat sich dadurch nicht irritieren lassen. „Für die deutsche Politik sind das gute Neuigkeiten“, kommentiert NZZ-Deutschland-Chefredakteur Marc Felix Serrao.
Vor allem die CDU stehe nun belämmert da, denn deren Chef Friedrich Merz hatte mit immer neuen „Brandmauer“-Vorgaben parteipolitische Erbhöfe zu zementieren versucht. Zuerst gegen die AfD, zuletzt aber auch gegen die Wagenknecht-Partei. Mit Blick auf weitere BSW-Erfolge prognostiziert die NZZ, daß die Union zumindest ihre „linke“ Brandmauer nicht lange wird aufrechterhalten können.
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„Falls das Bündnis von Frau Wagenknecht bei den ostdeutschen Landtagswahlen im Herbst tatsächlich so stark abschneidet, wie die Umfragen vermuten lassen, dann wird die CDU-Brandmauer zum linken Rand sehr wahrscheinlich schneller zerbröseln, als man gucken kann. Schon jetzt äußern sich etliche führende Christdemokraten in diesem Sinne, und das nicht nur im Osten“, stellt die Schweizer Zeitung fest.
Es werde dann für Merz sehr schwer werden, die andere „Brandmauer“, die gegen die AfD, noch aufrechtzuerhalten. Eine alles in allem gute Entwicklung, finden die Schweizer Beobachter, denn: „Die CDU hat sich mit ihren Brandmauern einbetoniert und das Land gleich mit. Jetzt bröckelt es. Allein dafür kann man Frau Wagenknecht schon dankbar sein.“ (rk) Bild von Elmer L. Geissler auf Pixabay/Gemeinfrei Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!
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