Die NATO wird kleinlaut: Jetzt doch Gebietsabtretungen an Rußland?
Brüssel/Kiew. Während es offiziell keinerlei Verhandlungen über eine Beendigung des Waffengangs in der Ukraine gibt, wird hinter den Kulissen eifrig nach einer „Exit“-Strategie gesucht – dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund, daß sich der Krieg für den Westen immer mehr als kostspieliger Klotz am Bein erweist.
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Jetzt ließ der Leiter des Büros des NATO-Generalsekretärs, Stijn Jensen, mit einer Bemerkung aufhorchen. Er erklärte in einem Interview, die Ukraine könnte im Austausch für die Abtretung eines Teils ihres Territoriums an Rußland die NATO-Mitgliedschaft erhalten. Laut der norwegischen Zeitung „Verdens Gang“ sagte Jensen: „Ich sage nicht, daß es so sein sollte, aber es ist eine mögliche Lösung.“ Ihm zufolge gibt es erhebliche Fortschritte hinsichtlich einer künftigen Mitgliedschaft der Ukraine im westlichen Militärblock, und die Abtretung von Gebieten an Rußland könnte zu einem möglichen Kompromiß zwischen den Konfliktparteien führen.
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Allerdings hat der NATO-Funktionär mit diesen Äußerungen die Rechnung ohne Rußland gemacht – Moskau vertritt nach wie vor die Position, daß eine NATO-Mitgliedschaft Kiews mit den russischen Sicherheitsinteressen nicht zu vereinbaren ist. (mü)
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