Die Krise nimmt Fahrt auf: Liquiditätsengpässe und Arbeitslosigkeit nehmen zu
Nürnberg. Der neue Corona-Lockdown setzt der deutschen Wirtschaft wie erwartet heftig zu. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des BA-Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Demnach gaben Mitte November 26 Prozent der befragten Unternehmen an, stark negativ von der Krise betroffen zu sein. Vor allem aber: die Liquiditätsengpässe nehmen vor allem bei kleinen Unternehmen rasant zu. Im September erklärte noch jeder zehnte befragte Betrieb, lediglich über Reserven für maximal noch vier Wochen zu verfügen. Zuletzt gaben dies bereits 15 Prozent an. Und schon im September gaben 21 Prozent an, daß sie maximal noch zwei Monate mit eigenen Mitteln überleben könnten. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Außerdem schätzte vor gut zwei Monaten noch mehr als jeder dritte Betrieb seine Zahlungsfähigkeit als „grundsätzlich ausreichend“ ein – im November war es noch gut jeder vierte. Besonders gravierend sind die Engpässe bei Kleinbetrieben mit weniger als zehn Beschäftigten – von ihnen schätzen fast zwei Drittel, weniger als ein halbes Jahr liquide zu sein. Vor zwei Monaten war es noch jeder zweite.
Auch die Jobcenter registrieren jetzt die zunehmende Arbeitslosigkeit. Sie rechnen mit einem anhaltenden Trend zu immer mehr Hartz-lV-Bedürftigen. Zudem müßten bei zunehmender Kurzarbeit mehr Menschen aufstockende Hartz-IV-Leistungen beantragen, weil die Hilfen nicht reichten, mahnten sie kürzlich in einem Brief an die Berliner Regierungsfraktionen. Für Oktober hatte die BA 5,63 Millionen Menschen in sogenannten Hartz-lV-Bedarfsgemeinschaften gemeldet. (se)
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