Die Krise ist da - Jetzt wird es ernst: Weniger heizen, weniger essen, weniger einkaufen

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Berlin. Nach Bundespräsident Steinmeier stimmt jetzt auch Bundesfinanzminister Lindner (FDP) die Deutschen auf härtere Zeiten und Wohlstandsverluste ein. Auch Lindner macht dafür allerdings nicht die eigene Politik mit ihrem Verzicht auf preisgünstiges russisches Gas verantwortlich, sondern den Ukraine-Krieg. „Der Ukraine-Krieg macht uns alle ärmer, zum Beispiel, weil wir mehr für importierte Energie zahlen müssen“, sagt der FDP-Chef verunklarend. Und: „Diesen Wohlstandsverlust kann auch der Staat nicht auffangen.“ Er habe „ernsthafte Sorgen um die wirtschaftliche Entwicklung. Das Wachstum geht zurück, die Preise steigen“, sagte Lindner der „Bild“-Zeitung.

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Bei einer Verschärfung des Konflikts und im Falle eine Lieferstopps russischer Energieimporte könnte Europas größter Volkswirtschaft nach Einschätzung der „Wirtschaftsweisen“ ein Konjunktureinbruch drohen.

Die Bürger merken es schon jetzt: die massiv gestiegenen Verbraucherpreise werden für immer mehr Menschen zur Belastung. Etwa jeder siebte Erwachsene in Deutschland (15,2 Prozent) kann nach eigenen Angaben kaum noch seine Lebenshaltungskosten bestreiten, wie eine Yougov-Umfrage im Auftrag der Postbank ergab. Von den Befragten aus Haushalten mit einem monatlichen Nettoeinkommen von unter 2500 Euro gibt inzwischen fast ein Viertel (23,6 Prozent) an, wegen gestiegener Preise kaum noch in der Lage zu sein, die regelmäßigen Ausgaben zu stemmen.

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Experten rechnen damit, daß der Krieg in der Ukraine Rohstoffe wie Gas, Öl, aber auch Weizen dauerhaft verteuern wird. „Angesichts aller Unsicherheiten, die der Beginn des laufenden Jahrzehnts mit sich bringt, ist eines klar: Wir erleben das Ende einer Ära billiger Rohstoffe“, sagte der Chef des luxemburgischen Rohstoffkonzerns Eurasian Resources Group (ERG), Benedikt Sobotka. Die internationalen Sanktionen trügen zu einem beispiellosen Preisanstieg bei.

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Erste öffentliche Schwimmbäder senken bereits die Wassertemperatur, wie die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte. Sollte Rußland seine Gaslieferungen kappen, könnten städtische Bäder auch geschlossen werden. In niederländischen Behörden wird die Heizung um zwei Grad Celsius nach unten geregelt. Bürger sind aufgerufen, zu Hause höchstens auf 19 Grad zu heizen. „Ziehen Sie eine warme Jacke oder einen warmen Pullover, Socken und Hausschuhe an“, wird geraten. Wer daheim aktiv sei, könne den Thermostat noch ein Grad niedriger drehen. (rk)

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