Die Kolonialzeit holt Großbritannien ein: Ein Indischstämmiger wird neuer Premier
London. Das ging schnell: als Nachfolger der nach nur sechswöchiger Amtszeit zurückgetretenen britischen Premierministerin Liz Truss konnte sich am Sonntag der vormalige Finanzminister und Multimillionär Rishi Sunak bei den britischen Konservativen durchsetzen. Neuwahlen scheinen damit erst einmal vom Tisch.
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Mit Sunak wird der erste Indischstämmige britischer Premierminister. Ehe er sich 2015 für die Politik entschied, war der künftige Regierungschef Analyst beim Bankhaus Goldman Sachs. Er gilt nicht nur als integer und kompetent in Finanzfragen, sondern auch als einer der reichsten Männer Großbritanniens. Britische Medien schätzen das gemeinsame Vermögen Sunaks und seiner Frau auf umgerechnet mehr als 860 Millionen Euro.
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Anfang des Jahres war Sunaks Frau in einen Steuerskandal verwickelt. Sie bezahlte in Großbritannien keine Steuern für das Geld, das sie im Ausland verdiente. Geschadet hat das dem Ansehen der Sunaks aber offenbar nicht. (mü)
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