Die Inflation nimmt Fahrt auf: Jetzt schon bei 4,5 Prozent

Wiesbaden. Das geht jetzt recht flott: laut dem Statistischen Bundesamt liegt die Inflation in Deutschland bei nunmehr 4,5 Prozent – weitere 0,5 Prozent gegenüber September. Nach EU-Standards, dem sogenannten „harmonisierten Verbraucherpreisindex“, kletterten die Preise sogar um 4,6 Prozent. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Als Gründe für die höchste Inflationsrate seit 1993 nennen die Statistiker „Basiseffekte“ durch niedrige Preise im Jahr 2020. Aber: „Zusätzlich wirken zunehmend krisenbedingte Effekte, wie Lieferengpässe und die deutlichen Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen, die sich ebenfalls im Verbraucherpreisindex niederschlagen“, teilt das Statistische Bundesamt mit.

Noch deutlicher wird das Ausmaß der Inflation, wenn man nicht die letzten zwei Monate, sondern die Entwicklung im letzten Jahr betrachtet. Demnach erhöhten sich die Preise für Waren von Oktober 2020 bis Oktober 2021 überdurchschnittlich um 7,0 Prozent. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Vor allem die Preise für Energieprodukte lagen mit +18,6 Prozent deutlich über der Gesamtteuerung. Gleichzeitig wirkten sich die zu Jahresbeginn eingeführte CO2-Abgabe und die gestiegenen Rohölpreise auf dem Weltmarkt auf die Teuerungsrate der Energieprodukte aus. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Mit +101,1 Prozent verdoppelten sich die Preise für Heizöl binnen Jahresfrist, ferner wurden die Kraftstoffe merklich teurer (+35,0 Prozent). Auch die Preise für Erdgas (+7,4 Prozent) und Strom (+2,5 Prozent) erhöhten sich. (se)

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