Die Grenzen der Solidarität: Immer mehr Briten wollen keine Ukrainer mehr aufnehmen

Die Grenzen der Solidarität: Immer mehr Briten wollen keine Ukrainer mehr aufnehmen

London. Großbritannien gehört seit Kriegsbeginn im Februar zu den vehementesten Unterstützern der Ukraine. Aber allmählich kommt die Solidarität der Briten an ihre Grenzen. Eine wachsende Zahl von britischen Gastfamilien will keine Ukrainer mehr beherbergen.

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Nach dem Beginn der russischen Militäroperation in der Ukraine hat das Vereinigte Königreich das Programm „Homes for Ukraine“ gestartet. Im Rahmen dieses Programms beherbergen britische Familien ukrainische Flüchtlinge für mindestens sechs Monate – gegen eine monatliche Zahlung von 350 britischen Pfund (rund 400 Euro) durch die Regierung. Seit Beginn des Programms im März sind insgesamt 83.900 ukrainische Flüchtlinge nach Großbritannien gekommen.

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Nun sind die ersten sechs Monate des Programms abgelaufen – und viele britische Haushalte haben ihre Teilnahme beendet. Viele ukrainische Flüchtlinge stehen deshalb nun ohne Dach über dem Kopf da, berichtet die „Times“.

Nach Regierungsangaben ist die Zahl der „obdachlosen Ukrainer“ im Vergleich zu den letzten Monaten um 800 gestiegen. Laut offiziellen Zahlen sind sogar mehr als 2000 Flüchtlingsfamilien, einschließlich Kindern, ohne feste Bleibe. Anfang August wurde in Großbritannien bereits davor gewarnt, daß bis zum nächsten Jahr rund 50.000 ukrainische Flüchtlinge im Land obdachlos werden könnten.

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Auch Polen, das derzeit bis zu 1,3 Millionen Ukrainer beherbergt, geht sukzessive dazu über, die Flüchtlinge aus dem Nachbarland an den Kosten für Unterkunft und Verpflegung zu beteiligen. (mü)

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