Die EU spielt mit dem Feuer: Brüssel liefert der Ukraine Waffen – und riskiert viel

Die EU spielt mit dem Feuer: Brüssel liefert der Ukraine Waffen – und riskiert viel

Brüssel/Moskau. Eine brisante Entscheidung – und eine brandgefährliche dazu: die EU will im aktuellen Ukraine-Konflikt zu Maßnahmen greifen, die noch vor wenigen Tagen unvorstellbar schienen. Jetzt sollen in Kürze Waffen geliefert werden. Auch EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen sprach von einem „Wendepunkt“.

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Die EU wird eine halbe Milliarde Euro für die Lieferung von Waffen und Ausrüstung an die ukrainischen Streitkräfte zur Verfügung stellen, teilten EU-Vertreter am Sonntag mit. Man werde zudem Kampfjets und andere „für einen Krieg notwendige Waffen“ liefern, ließ der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell wissen. Die Regierung in Kiew habe den Wunsch nach Kampfjets geäußert.

Konkret im Gespräch sind nun zum Teil modernisierte Mig-29-Kampfjets aus sowjetischer Produktion, die die ukrainischen Kampfpiloten fliegen könnten. Einige EU-Staaten wie die Ukraine-Nachbarn Slowakei und Polen, aber auch Bulgarien haben solche Flugzeuge noch im Einsatz. Polen zum Beispiel besitzt knapp 30, Bulgarien hat vier SU-25 und zwölf Mig-29 und die Slowakei zehn. Nach Berichten ukrainischer Nachrichtenkanäle sollen diese Länder nun bereit sein, der Ukraine ihre Flugzeuge zu liefern.

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Die EU-Kommission wollte die Details einer möglichen Kampfjet-Lieferung und der Militärhilfe am Montag nicht öffentlich machen. Unklar ist auch, ob sie türkische Kampfdrohnen vom Typ Bayraktar TB2 für Kiew organisieren wird, über die die ukrainische Armee ebenfalls bereits verfügt und in den letzten Tagen eingesetzt hat.

Mit ihren Waffenlieferungen bringt sich die EU in außerordentlich gefährliches Fahrwasser. Kremlchef Putin hatte letzte Woche bei Beginn der russischen Militäroperation mit scharfen Worten vor einer Einmischung von außen gewarnt und für diesen Fall mit einer Reaktion gedroht, „wie Sie sie noch in Ihrer Geschichte erlebt haben“. (mü)

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