Die düpierte Weltmacht: Auch US-Streitkräfte testen Hyperschallrakete – Jahre nach den Russen
Washington. Kein Grund zum Jubeln: auch die USA wollen jetzt ihre erste Hyperschallrakete erfolgreich getestet haben – Jahre nach den russischen Streitkräften, die vermutlich bereits seit 2020 eine ganze Reihe von Hyperschallwaffen in ihren Arsenalen haben und sie im aktuellen Krieg in der Ukraine auch erfolgreich einsetzen.
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Schon seit längerem sind die US-Militärplaner wegen des eklatanten russischen (und chinesischen!) Rüstungsvorsprungs besorgt. Allein deshalb ist der Versuch, der vor der amerikanischen Westküste im Süden Kaliforniens stattgefunden haben soll, ein Erfolg. Die luftgestützte Waffe vom Typ AGM-183A Rapid Response Weapon (ARRW) soll mit bis zu fünffacher Schallgeschwindigkeit fliegen können, teilte die US-Air Force mit. Die neue Waffe solle die Streitkräfte in die Lage versetzen, eigene Stellungen in umkämpften Gebieten auch aus der Ferne zu halten.
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Beim Test am letzten Samstag brachte ein Langstreckenbomber vom Typ Boeing B-52H die Rakete in die Luft und klinkte sie dann aus. Die Luftwaffe sprach von einem Test, der „Geschichte gemacht” habe.
Der Rüstungsrückstand der USA in Sachen Hyperschallwaffen ist in Washington kein Geheimnis. In der Erklärung der Air Force heißt es deshalb auch ohne Beschönigung, man tue alles, „was wir können, um diese bahnbrechende Waffe so schnell wie möglich für den Kampfeinsatz bereitzustellen”. Aus US-Militärkreisen ist zu hören, daß an drei verschiedenen „hypersonic”-Systemen gearbeitet wird.
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Für das kommende Haushaltsjahr hat das Pentagon für ein einzelnes ARRW-System, das vom Hersteller Lockheed-Martin kommt, rund 47 Millionen Dollar beantragt.
Allerdings dürfte es noch geraume Zeit dauern, bis auch die US-Streitkräfte endlich über einsatzfähige Hyperschallwaffen verfügen. Der russisch-chinesische Rüstungsvorsprung wird von Experten auf mehrere Jahre veranschlagt. (mü)
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