Die Deutschen im Realitätsschock: „Frieren für die Freiheit“ kommt nicht gut an
Allensbach. Während die Politik zielstrebig die deutsche Energieversorgung sabotiert und die Bundesbürger auf Engpässe und steigende Preise einstimmt, hält die Bevölkerung davon wenig. Besonders wenig Lust hat die Mehrheit der Bundesbürger laut einer aktuellen Allensbach-Umfrage auf „Frieren für die Freiheit“.
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Die Frage, was den Bürgern derzeit am meisten Sorgen bereite, förderte laut der Umfrage ein klares Stimmungsbild zutage: für 71 Prozent ist dies die Inflation, 62 Prozent gaben an, daß sie sich vor allem um die Energieversorgung sorgten. 86 Prozent befürchten sogar ausdrücklich, daß es in den nächsten Jahren Schwierigkeiten bei der Energieversorgung geben werde. 2019 hatte dies gerade einmal 26 Prozent beschäftigt.
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Angesichts der wachsenden Sorgen um steigende Kosten und eine sichere Energieversorgung werden Ziele wie der Kohleausstieg oder „Klimagerechtigkeit“ plötzlich weniger wichtig. Gegenüber dem Spätsommer 2021 sank der Anteil derjenigen, die für einen möglichst raschen Kohleausstieg sind, von 34 auf nur noch 23 Prozent ab. Auch der Option, daß die Preise für diejenigen Energiearten höher sein sollten, die die Umwelt mehr in Anspruch nehmen, stimmen derzeit nur noch 21 Prozent zu.
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Auch ein vollständiges Energieembargo gegenüber Rußland sieht die Mehrheit im Lande skeptisch. Die Allensbach-Demoskopen stellten zwei Optionen zur Auswahl. Die erste: „Ich finde, Deutschland sollte den Kauf von Öl und Gas aus Rußland sofort stoppen.“ Die zweite lautete: „Im Moment müssen wir (...) weiter Öl und Gas aus Rußland kaufen.“
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Lediglich 30 Prozent entschieden sich für die erste Option, 57 Prozent dagegen für die zweite Position. Auch die vom früheren Bundespräsidenten Gauck ausgegebene Parole: „Wir können auch mal frieren für die Freiheit“ kommt bei vielen Deutschen derzeit nicht gut an – nicht einmal ein Viertel (24 Prozent) der Befragten stimmten dieser Aussage zu, deutliche 59 Prozent widersprachen. (se)
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