Deutscher Kniefall vor den Herero: 1,1 Milliarden Euro sind nicht genug
Windhuk. Erst letzte Woche kam es zu einem vielbeachteten Kniefall der Bundesregierung – sie will sich für das von Deutschland begangene vermeintliche Unrecht an den Herero und Nama im früheren Deutsch-Südwestafrika entschuldigen und dabei auch die stattliche Summe von über einer Milliarde Euro als Reparation zahlen. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Das Abkommen mit der Regierung von Namibia wird vor Ort durchaus kontrovers gesehen und stößt nicht nur auf Zustimmung. Ein Verband von Häuptlingen der beiden Volksgruppen fordert nun eine Verschiebung der geplanten Unterzeichnung.
Der von der Regierung anerkannte „Rat der Häuptlinge“ erklärte nachgerade, die Vereinbarung sei „ein Affront gegen unsere Existenz“. Die Zahlung von 1,1 Milliarden Euro als Aufbauhilfe über 30 Jahre bezeichnete er als „beleidigenden Betrag“. Die Häuptlinge wollen Deutschlands Schuldeingeständnis zwar anerkennen. Die Reparation jedoch müsse nachverhandelt werden. (mü)
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