Deutsche Maschinenbauindustrie am Abgrund: VDMA warnt vor „Kipppunkt“
Frankfurt/Main. Mit der deutschen Industrie geht es weiter abwärts. Der Maschinenbau-Dachverband VDMA korrigierte jetzt seine Prognose für das laufende Jahr drastisch nach unten und erwartet nun einen Produktionsrückgang von satten fünf Prozent. VDMA-Präsident Bertram Kawlath bestätigt den unguten Trend: „Bisher gingen wir von einem Minus von zwei Prozent aus, nun rechnen wir mit minus fünf Prozent für 2025“. Für 2026 prognostiziert er ein Wachstum von einem Prozent, liefert aber keine Begründung für die optimistische Zukunftsschau.
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Kawlath warnt vor einem ökonomischen und gesellschaftlichen „Kippunkt“, an dem „die Wirtschaft schwächelt und die politische Mitte weiter erodiert“. Ohne die Partei ausdrücklich zu nennen, deutete er auf die AfD hin, die zuletzt bundesweit auf 27 Prozent zulegte. Seine Mahnung lautet: wer jetzt nicht handelt, „treibt Wähler in die Arme der politischen Ränder“.
Die strukturellen Probleme des Maschinenbaus sind offenkundig: schwache Auftragslage, erdrückende Bürokratie, langwierige Genehmigungsverfahren, überhöhte Steuern und Lohnnebenkosten sowie massive Standortnachteile. Zusätzlich belasten US-Strafzölle von 50 Prozent auf Metallimporte die Branche schwer. „Instabile, kaum kalkulierbare Regeln“, so Kawlath, zwingen viele Unternehmen dazu, ihre Exporte ganz einzustellen.
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Der VDMA-Chef fordert konkrete Gegenmaßnahmen: niedrigere Steuern und Abgaben, weniger Bürokratie, beschleunigte Genehmigungsverfahren und wirksameren Schutz vor chinesischer Konkurrenz. China arbeite mit „massiven Staatsbeihilfen“, die den Wettbewerb verzerren. Auffallend ist, daß Kawlath die grüne Transformation des „Green Deal“ in seiner Kritik ausspart und sich damit dem Schweigekartell der Wirtschaftseliten anschließt, das kosmetische Korrekturen gegenüber grundlegenden Reformen bevorzugt. (rk)
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