Deutsche Kommunen vor der Bewährungsprobe: Die Gewerbesteuer bricht weg

Berlin/Köln. Mehrere Monate nach Beginn der Corona-Krise in Deutschland lassen sich die ökonomischen Folgen nicht mehr unter den Teppich kehren. Vielmehr mehren sich die Anzeichen dafür, daß der Bundesrepublik ab Herbst die schwerste wirtschaftliche Krise seit Kriegsende bevorsteht. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Das infolge der Krise fehlende Geld macht sich nicht zuletzt in den Kommunen bemerkbar. Die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Städtetages, Verena Göppert, sagte jetzt der dpa: „Die kommunalen Haushalte werden am Ende des Jahres so hohe Einbußen erleiden, wie wir sie noch nicht erlebt haben.“ Und: „Die Gewerbesteuer ist in den vergangenen drei Monaten katastrophal eingebrochen.“

Im zweiten Quartal sei die Gewerbesteuer auf die Hälfte des Vorjahresniveaus zusammengeschrumpft, weiß man beim Städtetag aufgrund Umfrage unter Städten zur Entwicklung des Gewerbesteueraufkommens. Im ersten Halbjahr sei das Gewerbesteueraufkommen insgesamt um etwa 28 Prozent gesunken – darin enthalten sind aber noch Monate vor dem Ausbruch der Krise.

Infolge der Epidemie sind bei vielen Unternehmen Umsätze und Aufträge weggebrochen und damit die Erträge stark gesunken. Das Gesamtaufkommen der Gewerbesteuer betrug nach Angaben des Städtetags im vergangenen Jahr bundesweit 55,4 Milliarden Euro. Viele Städte verzeichneten Rückgänge von mehr als 70 Prozent, in der Spitze sogar über 80 Prozent.

Auch in den kommenden Jahren werden die Folgen der Corona-Krise nach Einschätzung der Städtetags-Präsidentin spürbar bleiben. (se)

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