Deutsche Gasversorgung in Gefahr: Habeck ruft Frühwarnstufe aus

Deutsche Gasversorgung in Gefahr: Habeck ruft Frühwarnstufe aus

Berlin. Die Einschläge kommen näher: die Bundesregierung bereitet sich auf eine erhebliche Verschlechterung der Gasversorgung vor. Bundeswirtschaftsminister Habeck (Grüne) rief jetzt die Frühwarnstufe des Notfallplans Gas aus. Dies diene lediglich der Vorsorge, hieß es. Nach dem Notfallplan gibt es drei Krisenstufen.

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Im Notfall wären Haushaltskunden besonders geschützt. „Es gibt aktuell keine Versorgungsengpässe“, unterstrich Habeck. „Dennoch müssen wir die Vorsorgemaßnahmen erhöhen, um für den Fall einer Eskalation seitens Rußlands gewappnet zu sein.“ Mit Ausrufung der Frühwarnstufe sei ein Krisenteam zusammengetreten. „Das Krisenteam analysiert und bewertet die Versorgungslage, so daß – wenn nötig – weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Versorgungssicherheit ergriffen werden können. Die Bundesregierung tut alles, um die Versorgungssicherheit in Deutschland weiter zu gewährleisten.“

Die Gesamtversorgung aller deutschen Gasverbraucher sei aktuell weiter sichergestellt, so das Ministerium. „Dennoch ist ab sofort jeder Gasverbraucher – von der Wirtschaft bis zu Privathaushalten – angehalten, seinen Verbrauch so gut wie möglich zu reduzieren.“

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Die Frühwarnstufe bedeutet laut Ministerium, daß ein Krisenstab beim Wirtschaftsministerium zusammentritt, der aus Behörden und den Energieversorgern besteht. Die Gasversorger und die Betreiber der Gasleitungen werden verpflichtet, regelmäßig die Lage einzuschätzen. Noch greife der Staat nicht ein. Gashändler und -lieferanten, Fernleitungs- und Verteilnetzbetreiber ergreifen „marktbasierte“ Maßnahmen, um die Gasversorgung aufrechtzuerhalten. Dazu gehören laut Ministerium etwa die Nutzung von Flexibilitäten auf der Beschaffungsseite, der Rückgriff auf Gasspeicher und die Optimierung von Lastflüssen. (se)

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