Der ukrainischen Armee laufen die Soldaten davon: 2024 schon 51.000 Deserteure
Kiew. Die ukrainischen Streitkräfte werden angesichts der russischen Erfolge auf dem Schlachtfeld im Donbass von Auflösungserscheinungen heimgesucht. Im laufenden Jahr 2024 sind bislang rund 51.000 Ukrainer desertiert – mehr als doppelt so viele wie 2023; damals wurden rund 24.000 Fahnenflüchtige registriert.
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Die Zahlen nennt das „Libertarian Institute“ unter Bezugnahme auf die Londoner „Times“. Demnach hat die ukrainische Staatsanwaltschaft in den ersten neun Monaten des Jahres 2024 51.000 Verfahren wegen Desertion eingeleitet.
Der „Times“ zufolge hat Kiew Schwierigkeiten, den ukrainischen Streitkräften genügend Nachschub an neuen Soldaten zuzuführen. Dies habe die Regierung bereits veranlaßt, das Wehrpflichtalter von 27 auf 25 Jahre zu senken. US-Politiker drängten Kiew aber dazu, das Wehrpflichtalter auf 18 Jahre noch weiter zu abzusenken. Die Selenskyj-Regierung sei auch dazu übergegangen, Häftlinge zu entlassen, wenn sie sich zum Dienst an der Waffe verpflichten.
Ein Deserteur wird von der „Times“ mit der Aussage zitiert, das Gefängnis sei eine bessere Option als das Militär, denn „im Gefängnis weiß man wenigstens, wann man gehen kann“.
Die Zahl der Ukrainer, die wegen Fahnenflucht verfolgt werden, sei im Laufe des Krieges erheblich gestiegen, stellt das „Libertarian Institute“ fest. Im Jahr 2022 seien es 9.000 gewesen, im vergangenen Jahr bereits 24.000. (mü)
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