Der Ukraine gehen die Soldaten aus: Neues Rekrutierungsmodell soll Entlastung bringen

Der Ukraine gehen die Soldaten aus: Neues Rekrutierungsmodell soll Entlastung bringen

Kiew. Der ukrainischen Armee geht das Personal aus. Auch die Mobilisierung im Ausland lebender Ukrainer zeigt nicht die gewünschte Wirkung. Jetzt versucht die Kiewer Führung einen anderen Weg: aus Auslands-Ukrainern sollen gleich mehrere militärische Kampfverbände gebildet werden.

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Mindestens zwei mechanisierte Brigaden sollen dabei in Europa zusammengestellt werden, teilten jetzt die ukrainischen Fachportale Militaryland und Ukrmilitar unter Verweis auf regierungsnahe Quellen mit. Die Rekrutierung der Freiwilligen soll dem Vernehmen über die diplomatischen Vertretungen erfolgen.

Kenner der Situation in der Ukraine bezweifeln, daß der neue Rekrutierungsmechanismus die riesigen Lücken wird stopfen können, die der zweieinhalb Jahre währende Krieg der ukrainischen Armee geschlagen hat. Die Bereitschaft, gegen Rußland in den Krieg zu ziehen, ist bei den Auslands-Ukrainern gering.

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Ukrmilitary weist darauf hin, daß ein Mechanismus entwickelt werde, mit dessen Hilfe die Kommandeure der Militäreinheiten ohne Beteiligung des Militärkommissariats Personen rekrutieren können. Ein solcher Mechanismus sei in diesem Fall genau richtig, da die Ukraine im Ausland über kein zentrales militärisches Rekrutierungszentrum verfüge. Nach Angaben eines Rada-Fachkommitees gibt es mit Stand Anfang August bis zu 800.000 Wehrdienstverweigerer im Land, 100.000 Fälle sind polizeilich bekannt. Über 65.000 Strafverfahren wurden gegen Soldaten wegen Fahnenflucht oder Befehlsverweigerung eröffnet. Gleichzeitig halten sich allein in Deutschland derzeit bis zu 260.000 wehrfähige Ukrainer auf. In der gesamten EU sind es nach Angaben der Nachrichtenagentur AP mindestens 768.000. (mü)

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