Der Überbringer der schlechten Nachricht: Stoltenberg rechnet mit dem Fall Bachmuts
Brüssel. Monatelang gaben westliche Medien und Politiker Siegesparolen aus – sie werden aber mit jedem Tag leiser. Jetzt kann sich auch die NATO-Führung in Brüssel nicht länger der Einsicht verschließen, daß der verlustreiche Kampf um Bachmut (russisch: Artjomowsk) für die Ukrainer vermutlich verloren ist. NATO-Generalsekretär Stoltenberg stimmt den Westen auf schlechte Neuigkeiten ein.
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„Wir können nicht ausschließen, daß Bachmut in den nächsten Tagen fällt”, mußte Stoltenberg am Rande von Beratungen mit den EU-Verteidigungsministern in Stockholm einräumen. Nach den heftigen Kämpfen um die „Festung” sei dies aber „kein Wendepunkt”, versuchte er zu beschwichtigen. Der bevorstehende Fall zeige vielmehr, „daß wir Rußland nicht unterschätzen sollten und wir die Ukraine weiter unterstützen müssen“.
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Die russische Artillerie, die nach westlichen Medien- und Geheimdienstberichten schon seit Monaten ihre Munitionsbestände weitgehend aufgebraucht haben soll, spielt unterdessen ihre Feuerüberlegenheit aus: nach NATO-Aussagen verschießen die russischen Geschützbatterien derzeit bis zu 23.000 Granaten am Tag. Die Ukrainer können nur noch mit 5000 bis 6000 Schuß dagegenhalten.
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Händeringend suchen die Verteidigungsminister der EU nach Möglichkeiten, die Ukraine weiter mit Munition zu versorgen – während einem Bericht des britischen Fernsehsenders „Sky News“ zufolge schon Ende Januar 100 Millionen Schuß Munition und 300.000 Artillerie-, Panzer-, Raketen-, Granat- und Mörsergranaten vom iranischen Hafen Amirabad nach Astrachan geliefert worden sein sollen. Der dem Kreml nahestehende russische Militärblogger Rybar hält diese Informationen für plausibel, weil sie die intensivierte russisch-iranische Zusammenarbeit im militärischen Bereich bestätigen würden. Auf seinem Telegramkanal führt Rybar weiter aus: „Iranische Lager haben große Bestände an Schüssen des gleichen Kalibers, die von der russischen Armee verwendet werden. Ein bedeutender Teil aller Waffen des Iran sind entweder sowjetische Waffen oder iranische Muster, die von ihnen kopiert wurden.“ (mü)
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