Der Plagiator versucht es wieder: Zu Guttenberg legt neue Doktorarbeit vor
Berlin. Als Verteidigungsminister war er die größte Pleite in der Geschichte der Bundeswehr, der er die Wehrpflicht nahm: der CDU-Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg. Weil seine Doktorarbeit im Februar 2011 als Plagiat entlarvt wurde, mußte er seinen Doktortitel zurückgeben und als Verteidigungsminister hochverdient zurücktreten. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
In den letzten Jahren pflegte Guttenberg vor allem seine transatlantischen Beziehungen – und schrieb unter anderem eine neue Doktorarbeit. Sie wird von Plagiatsjägern derzeit besonders kritisch unter die Lupe genommen. Der Plagiatsjäger Martin Heidingsfelder läßt durchblicken: „Ich lasse die Arbeit erstmal durch die Software laufen, aber ich denke nicht, daß ich etwas finde.“ Denn: „So dumm wird er nicht sein, und bestimmt hat er sich die Arbeit durch einen Fachmann kontrollieren lassen.“
Er finde es allerdings „beschämend, daß sich ein Prof. dazu hergibt, zu Guttenberg noch einen Titel umzuhängen“, sagte Heidingsfelder. „Aber zu Guttenberg wird sich schon was dabei gedacht haben, auf Englisch und an einer Uni in England zu promovieren. Dann stürzen sich vielleicht nicht so viele Leute auf die Arbeit.“
Heidingsfelder war mit daran beteiligt, zu Guttenbergs erste Doktorarbeit als Plagiat zu demaskieren. (ts)
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