Der neue Feind: „Heterogenes Mischmilieu“ organisierte Corona-Proteste auf Autobahnen
Nürnberg. Der Corona-Widerstand wird aufmüpfiger – und die Politik reagiert verschnupft. Jetzt haben in mehreren Bundesländern Gegner der ausufernden Corona-Einschränkungen mit Schleichfahrten auf Autobahnen protestiert und den Verkehr behindert. Der bayerische CSU-Innenminister Herrmann wittert prompt eine „Eskalation“ der Proteste, und das sogar grenzübergreifend. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Die Auto-Schleichfahrten seien „eine neue Dimension, da müssen wir konsequent vorgehen“, kündigte Herrmann ein verschärftes Vorgehen der Polizei an. Zu einschlägigen Vorkommnissen war es in Thüringen und Sachsen sowie weiteren Bundesländern gekommen.
Die Polizei war durch Aufrufe im Internet vorbereitet. An zahlreichen Orten konnten die geplanten Aktionen im Vorfeld verhindert werden. Auf der A 73 in Franken leiteten die Beamten Ermittlungen wegen Nötigung und Gefährdung des Straßenverkehrs sowie wegen öffentlichen Aufrufs zu Straftaten ein. Die an der Aktion beteiligten Fahrzeuge wurden beschlagnahmt, ebenso die Handys der Fahrer.
Allein in Thüringen wurden nach Angaben der Landespolizeidirektion Erfurt 20 Fälle bekannt, in denen Fahrzeuge auf Autobahnen absichtlich langsam fuhren.
Der bayerische Innenminister halluziniert hinter den Aktionen inzwischen ein europaweites Netzwerk. Die Teilnehmer seien ein „heterogenes Mischmilieu“ mit Anhängern verschiedener Parteien. (rk)
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