Der nächste Konfliktgrund: Moskau warnt vor finnischem NATO-Beitritt
Moskau/Helsinki. Mit dem forcierten NATO-Beitritt Finnlands macht das westliche Militärbündnis das nächste große Faß auf. Die russische Nachrichtenagentur TASS meldete nun, Rußland werde sich gezwungen sehen, als Reaktion auf einen möglichen NATO-Beitritt Finnlands im Gegenzug „militärtechnische Maßnahmen“ zu ergreifen, um die Bedrohung seiner nationalen Sicherheit einzudämmen.
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Das russische Außenministerium teilte am Donnerstag dazu in einer Erklärung mit: „Die russische Seite hat wiederholt darauf hingewiesen, daß es den finnischen Behörden und der finnischen Bevölkerung obliegt, zu entscheiden, wie sie ihre nationale Sicherheit gewährleisten wollen. Helsinki muß sich jedoch der Verantwortung und der Konsequenzen eines solchen Schrittes bewußt sein.“
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Der Beitritt Finnlands zur NATO würde den bilateralen Beziehungen zwischen Rußland und Finnland sowie der Aufrechterhaltung von Stabilität und Sicherheit in der nordeuropäischen Region ernsthaft schaden. Rußland werde gezwungen sein, im Gegenzug sowohl „militärisch-technische“ als auch andere Schritte zu ergreifen, um die sich in diesem Zusammenhang abzeichnenden Bedrohungen für seine nationale Sicherheit einzudämmen.
Laut einer gemeinsamen Erklärung, die am Donnerstag von Präsident Sauli Niinistö und Premierministerin Sanna Marin veröffentlicht wurde, sollte Finnland so bald wie möglich einen Antrag auf Beitritt zur NATO stellen. Eine förmliche Entscheidung wird für kommenden Sonntag erwartet.
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In seiner Antwort auf die US-amerikanische Reaktion zum Vorschlag gegenseitiger Sicherheitsgarantien hatte das Moskauer Außenministerium im Februar 2022 schon einmal von „militärtechnischen Maßnahmen“ gesprochen, zu denen sich Rußland gezwungen sehen könnte, falls die US-Seite nicht bereit sei, verbindliche Garantien zu vereinbaren. (mü)
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