Der Gas-Notstand in Sicht: Bald kein Gas mehr für Saunen und Single-Wohnungen?
Berlin. Die Corona-Notlage pausiert – aber der (selbstverschuldete) Gasnotstand steht schon vor der Tür. Vor seinen drastischen Folgen hat jetzt der neue Chef der Bundesnetzagentur Klaus Müller eindringlich gewarnt. Er forderte in der „Zeit“ Unternehmen und Bürger eindringlich auf, ihren Gasverbrauch zu reduzieren. Ansonsten könne es zu Beeinträchtigungen kommen.
Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<
Auf die Frage, ob Saunen und große Single-Wohnungen künftig noch ständig beheizt werden könnten, antwortete Müller: „Nein, ich glaube, daß das in einer Gasnotlage auf gar keinen Fall mehr zu rechtfertigen wäre, und habe deshalb den uneingeschränkten Schutz hinterfragt. Nicht nur die Unternehmen, auch die Bevölkerung betrachtet die jetzige Situation nicht mit der angemessenen Ernsthaftigkeit. Man sieht die furchtbaren Ereignisse in der Ukraine, man spendet, es gibt Solidarität. Aber im privaten Gasverbrauch sehe ich das nicht abgebildet. Für viele Menschen mag das Szenario noch sehr abstrakt sein. Aber es ist das Szenario, in dem wir auch von 1.500 bis 2.000 Euro Mehrkosten für die durchschnittliche Familie reden, oder vielleicht sogar von 2.500 Euro oder mehr. Das wäre ohne weitere soziale Ausgleichszahlungen für einen Teil der Bevölkerung nicht zu verkraften.“
Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<
So sind zwar private Haushalte, aber auch Krankenhäuser und Gaskraftwerke, die für die Fernwärmeversorgung zuständig sind, grundsätzlich geschützt. Jedoch: „Richtig ist aber, daß der uneingeschränkte Schutz für private Verbraucher sehr schwer vermittelbar ist.“
In einer Notlage seien die wichtigsten Branchen und Unternehmen zu identifizieren. Das seien in erster Linie Betriebe aus dem Lebensmittel- und Pharmabereich. Sollte der Krieg in der Ukraine weiter eskalieren und die Bundesregierung die dritte Alarmstufe ausrufen, dann wäre die Zeit gekommen, den Verbrauch einzelner Privatpersonen zu beschränken.
Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<
Der Füllstand der Gasspeicher in Deutschland ist Mitte April deutlich niedriger als sonst zum Ende der Heizperiode. In jüngster Zeit sprachen sich zahlreiche Experten bereits für Einsparungen beim Gasverbrauch aus. So etwa stellte der Ökonom Jens Südekum einen Vergleich zur Corona-Krise auf und sagte: „Der Füllstand unserer Gasspeicher wird die neue Corona-Inzidenz. Dann wird es auf jeden Kubikmeter ankommen, dann braucht es groß angelegte Energiesparkampagnen, bei denen alle mitziehen.“ (se)
Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!
Folgen Sie ZUERST! auch auf Telegram: https://t.me/s/deutschesnachrichtenmagazin
Kommentare