Der eurasische Block zeigt Konturen: China sichert Rußland Unterstützung zu
Peking. Die eurasische Achse steht: der chinesische Außenminister Wang Yi hat Rußland im Ukraine-Konflikt den Rücken gestärkt. Auf einer Pressekonferenz anläßlich der Jahrestagung des chinesischen Volkskongresses betonte Wang Yi, daß „China und Rußland ihre strategische Entschlossenheit aufrechterhalten und die umfassende kooperative Partnerschaft in der neuen Ära vorantreiben“ würden. Beide Länder seien enge Nachbarn und strategische Partner, so der chinesische Außenminister.
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Ihr Verhältnis zähle „zu den wichtigsten bilateralen Beziehungen in der Welt“. Die Kooperation sei nicht nur von Nutzen für die Völker beider Länder, „sondern trägt auch zu Frieden, Stabilität und Entwicklung in der Welt bei“. Beide Länder lehnten eine Wiederbelebung einer Mentalität des Kalten Krieges ab, ebenso wie ideologische Konfrontation und setzten sich für die Demokratisierung internationaler Beziehungen ein.
Wang Yi warf den USA bei der Pressekonferenz zudem vor, in der Indo-Pazifik-Region mit asiatischen Verbündeten eine Verteidigungsallianz wie die NATO aufbauen zu wollen. „Die USA geben vor, regionale Zusammenarbeit voranbringen zu wollen, aber in Wirklichkeit schüren sie geopolitische Rivalität“, so Wang Yi.
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„Das wahre Ziel der Indo-Pazifik-Strategie ist die Schaffung einer indo-pazifischen Version der NATO“, sagte Wang Yi. Unter dem Vorwand, Multilateralismus pflegen zu wollen, schafften die USA nur „exklusive Clubs“, sagte der Minister und benutzte damit eine Formulierung, mit der China meist die westliche Blockpolitik kritisiert. Tatsächlich sprechen Indizien dafür, daß auch im Pazifik ein Kräftemessen bevorsteht: während die USA demonstrativ Taiwan ihre Unterstützung zusichern, betont Peking den Anspruch auf die Zugehörigkeit der Insel zu China in jüngster Zeit auffallend oft. (mü)
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