Denunzianten und Spitzel spalten die AfD: Immer mehr „Selbstanbieter“ melden sich beim VS
Berlin/Potsdam. Angesichts der Ausweitung der „Beobachtung“ der AfD durch den Verfassungsschutz brechen in der Partei jetzt die Sollbruchstellen auf. Nach Informationen des Berliner „Tagesspiegel“ melden sich in jüngster Zeit offenbar immer mehr Parteimitglieder aktiv bei den Verfassungschutzämtern der Länder und des Bundes, um ihre Dienste anzubieten. Sie wollen als sogenannte „Selbstanbieter“, wie es im VS-Fachjargon heißt, den Nachrichtendiensten Informationen über angebliche „Rechtsextremisten“ in den eigenen Reihen liefern – und so Partei und sich selbst retten. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Mitte Juni hatte Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) bekanntgegeben, daß die AfD-Landespartei nunmehr als „Verdachtsfall“ eingestuft werde. Brandenburg ist mit diesem Schritt das zweite Bundesland nach Thüringen.
Seit geraumer Zeit registrieren die Verfassungsschützer nun immer mehr AfD-Mitglieder, die die von der Behörden erhobenen „Rechtsextremismus“-Vorwürfe offensichtlich für bare Münze nehmen und sich dem VS deshalb als Quelle andienen wollen. Ein Sprecher des Innenministeriums in Brandenburg sagte dem „Tagesspiegel“ dazu: „Seit der Einstufung der AfD in Brandenburg verzeichnet der Verfassungsschutzverbund deutschlandweit regen Zulauf von AfD-Mitgliedern, die ihre Zusammenarbeit anbieten.“ (ts)
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