Denkmalschutz kümmert sich um deutsches Erbe: Königsberger Villen werden renoviert
Königsberg. In Königsberg (russ. Kaliningrad) sind trotz schlimmster Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und jahrzehntelanger sowjetisch-russischer Herrschaft immer noch vielerorts die Spuren der deutschen Vergangenheit zu sehen. Teilweise bemühen sich sogar die russischen Behörden um ihre Erhaltung. Und immer wieder gibt es Fortschritte im Kleinen.
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So befinden sich in der heutigen Telman-Straße in unmittelbarer Nachbarschaft des deutschen Generalkonsulats zwei attraktive Gebäude. Es handelt sich um historische Villen im prestigeträchtigen Königsberger Stadtteil Maraunenhof. Beide Villen wurden Anfang des 20. Jahrhunderts am Bismarckplatz, der heutigen Kreuzung von Telman- und Gogolstraße, errichtet. In den 1990er Jahren wurden sie teilweise vermietet.
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Beide Gebäude sind als Kulturerbe von regionaler Bedeutung kategorisiert. 2011 strichen die Behörden jedoch eine der Villen wieder von der Liste der geschützten Objekte. Seitdem standen die Häuser jahrelang leer und verfielen.
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Aber es gibt Hoffnung. 2020 ordnete das Bezirksgericht an, daß der Eigentümer die Villen konservieren und die Grundstücke einzäunen müsse. Ab 2021 befanden sich beide Gebäude im Besitz des in Moskau ansässigen Marktforschungsunternehmens „Interlin“. Letztes Jahr wuden sie von der Firma „KaliningradStroy LLC“ übernommen. Und siehe da: kürzlich machten Berichte die Runde, wonach der derzeitige Eigentümer plant, die beiden Villen zu restaurieren. Ein erstes Renovierungskonzept fand allerdings nicht die Zustimmung des Landesamtes für Denkmalpflege. Nach Ansicht des Leiters der Dienststelle, Jewgenij Maslow, sah das Konzept allzu drastische Veränderungen vor, weshalb die Behörde Nachbesserungsbedarf anmeldete. Nach dem aktuellen Planungsstand könnten nach der Sanierung Wohnungen in den Häusern entstehen. (rk)
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