Dauerstreit in der AfD: Gauland warnt vor „Zerfall der Partei“

Berlin. Angesichts massiver interner Querelen in der Partei äußerte sich jetzt auch der AfD-Fraktionschef im Bundestag, Alexander Gauland, pessimistisch über die Zukunft der Partei. „Ich kann die Partei nicht zusammenhalten, wenn sie sich auf diese Weise auseinanderdividiert“, ließ Gauland die „Welt am Sonntag“ wissen. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Er wolle „nicht hoffen“, daß aus dem Streit über den Umgang mit dem bisherigen Brandenburger Landes- und Fraktionsvorsitzenden Kalbitz „ein Zerfall der Partei wird“. Er fürchte aber, daß „die Partei schwierigen Zeiten entgegengeht, und ich sehe im Moment kaum Möglichkeiten, sie davor zu bewahren“. Gaulands pessimistische Lagebeurteilung berührt dabei auch seine Überlegungen bezüglich seiner eigenen politischen Zukunft. Als Fraktionschef werde er nicht mehr antreten.

Gauland erneuerte auch seine Kritik an AfD-Chef Jörg Meuthen, der im Mai mithilfe einer knappen Mehrheit im AfD-Bundesvorstand den Beschluß herbeiführte, die AfD-Mitgliedschaft des brandenburgischen Fraktionsvorsitzenden Andreas Kalbitz zu annullieren, der Meuthen und Co. als „zu rechts“ gilt. Kalbitz geht inzwischen juristisch gegen die Schiedsgerichtsentscheidung vor. (ts)

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